Gardinen Kulzer

Der Umbau – Entfernung des Vorderschafts und Schaffen einer “modernen” Balance

Seit den 70ern hat sich bei den Freien Pistolen viel getan.
Sie wurden leichter, weniger Kopflastig, zierlicher, und und und

Ohne den voluminösen Vorderschaft hat die Walther FP alle Grundvorraussetzungen.
Doch wohin mit der Ansteuerplatine und dem Akku?

Ich bin diesen Versuch mit meinem 2.Exemplar gegangen und schildere im Folgenden die einzelnen Wegmarken in Form eines Blogs.

Teil 1: Die Übersicht

Es geht los,
zu beginn das gute Stück zerlegt, um mir einen Überblick zu verschaffen.
– Steuerplatine fehlt ;  die hat der Büxser wohl woanders brauchen können…
– Feder für Abzugsgewicht hab ich noch ne 2, also auch kein problem. zugehörige Madenschraube wird sich auch finden lassen
– der Rest ist vollzählig

Habe die Elektronikbauteile von Mouser auf Conrad umgeschlüsselt

Die Software MPLab von microchip.com dient dazu, den Pic auch programmieren zu können. Dazu noch das pickit 3.

Wie gehts weiter?
– Anfertigung der 3 Platinen und Test derselben.
– evtl. neuanordnung der bauteile auf neuer Platine für “In Griff” Anordnung

– Neuverlegung der Leitungen
– Umbau des Griffs zur Platinenaufnahme + Akku

Testweise zusammengesteckt wird die Gewichtsverteilung für mich viel besser!

Hintergrund:
Aus Stahl sind der Lauf , der Verschlussblock und der Gelenkbolzen und n paar Kleinteile.
Das Grundgehäuse sowie der Kornträger ist Alu

Teil 2: Die Toner-Transfermethode

Eine neue Runde:
Der Tonertransfer funktioniert – für meine Verhältnisse als Beginner – spitze.

Mit Laserdrucker auf angerautes!! Klebeetikettenträgerpapier. (ohne Anrauen hat es gar nicht gehalten :-) )

2 minuten bei “Leinen” sachte erwärmen + aufbügeln

ca weitere 3 Minuten mit der Bügeleisenkante einmassiert (ohne diesen Schritt gehts nicht, denn beim normalen büglen verteilt sich die Kraft viel zu sehr)

abkühlen lassen und ins Spülibad. am besten Übernacht einweichen, dann mit Fingern und sanfter Wurzelbürste das Papier entfernen.
Im Anschluss Fehlstellen mit roter Emailfarbe ausgebessert und weitere Platinenteile maskiert, damit das Ätzbad länger hält.

 

Teil 3: Das Ätzen

Das Ätzen mit Bungards Eisen3-Chlorid geht leicht von der Hand.

Die Platine an die Leine gelegt ist sehr dienlich zum Schwenken und rausziehen. Zwischendurch den abgelösten Kupferschmodder von der Oberfläche pinseln beschleunigt die Sache meines Erachtens noch. Auf 17 min war sie ganz gemütlich bei 20° geätzt.
Ob warm oder mit anderen Säuren ätzen das Ergebnis schöner gemacht hätte?

Im Anschluss daran Löcher bohren:
Platine auf den Werktisch samt Unterlage gezwingt und mit dem Akkubohrer 1er Löcher gemacht.

Anschließend vom Nutzen getrennt.

Der Toner und die Farbe gehen mit Benzin sehr gut ab.

Das Ergebnis:
– 2-3 verbundene Leiterbahnen, waren aber gleich zu erkennen.

Teil 4: Das Bestücken

Ist ganz brauchbar geworden. Gewinnt keinen Preis aber darum gehts ja nicht.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Achtung !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
In bob le doux Bestückungsplan sind die Angaben für µController und Treiber-IC vertauscht
Richtig ist: U2 ist der µC
und U3 der Treiber-IC
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evtl muss der “Hoch”Spannungskondensator noch getauscht werden, er sieht mir n bisschen arg groß aus :-(

 

Das Programmieren des PIC war unproblematisch – hoffe ich. Es ging so schnell, da kommen mir irgendwie zweifel :-), Wobei, das Hex-File hat unter 1 KByte

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Achtung !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Bobs Abzug war noch als “Schließer” gebaut (wurde noch in der ersten Serie umgestellt),
deshalb hat er für sich auch das Programm so geschrieben.
Auf Anfrage versende gerne die geänderte Programmdatei und HEX-File für die Abzugsfunktion “Öffner”
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Teil 5: Die Klein-Platine

von 10×2,5cm jetzt auf 7×2,5cm; da denkt man, das sei nich viel, aber da ich bei THT-Bauteilen bleibe, wirds stellenweise schon eng.
Denn nur die Klein-Platine passt später auch halbwegs an den Griff.

Teil 6: Erste Ergebnisse

Und so sieht das am Griff aus:


jetzt passt auch n schöner acrylglasdeckel drüber.

der “kabelbaum” ist auch neu verlegt,

Zur Info, das Gewicht liegt jetzt bei ca. 1070g
Original ist sie mit 1350g angegeben

Fast fertig:

jetzt noch das Batteriefach installieren, und dann haben wir es.

In den Koffer passt sie auch noch.

 

Teil 7: Das Finale

Der Mikroschalter für Erkennung “Waffe verriegelt” ist auch angebracht

Das Batteriefach, Im Moment noch unschön hinten ran gedatscht.
Eine elegantere Lösung ist in Sicht mit 8x 1/3AAA Ni-MH Akkus,
die passen dann in die hohlgebohrte Handkantenauflage.

Der Abzugsknopf wurde endlich ersetzt:
Jetzt mit Abzugszüngel in Holz, rundlich dem Finger angepasst und noch mal keilförmig angeschliffen, so liegt nur eine “Linie” am Finger auf, die lässt sich besser tasten als eine Fläche.

Gewichtsmäßig liegen wir jetzt bei finalen 1150g Gesamtgewicht.
Einsparen liesen sich noch ein paar Gramm durch eine dünnere Plexi-Abdeckung / Kapselung mit Vergussmasse.

mfsg daniel